"Schnuppertag im Tauchkurs" stand da ganz fröhlich in der Werbung, also los nix wie hin.
Unsere Tochter Pamina (10) war natürlich sofort dabei und wir alle mit. Zum Fotos machen, anfeuern, winken und natürlich auch zum Klugscheissen - eh kloa!
Als sie dann da war, die Organisatorin, und sämtliche "Ist ihr Kind eh gesund?" - Bestätigungen eingesammelt hatte war aber auch leider klar, dass das Bad voll und nur EINE Begleitperson pro Kind zugelassen war.
Hmm, ok - also warten wir im Restaurant, das ja nur ein paar Stufen rauf im 1. Stock ist, ist ja eh schon alt genug unser Mädel - Begleitpersonen sind sicher eh ur uncool und peinlich...!

Ein Zettelchen am Eingang zum Restaurant verriet uns, dass wir mit Straßenschuhen nicht hineindurften - wurscht, beim Ausziehen sind wir schnell.
2 Kaffee, 2 Torten, ein Toast und ein Getränk später wurde uns aber leider mitgeteilt, dass wir Bade-Eintritt zahlen müssen und zwar NACHzahlen...!
Bitte was? Wir dürfen gar nicht hier sein? Und trotzdem durften wir konsumieren?
Also wie jetzt...?
Momentan ein wenig perplex und nachgezahlt, so wie uns geheißen, sind wir aber dann doch zu dem Entschluss gekommen: Na, so aber nicht!
Also auf ins Büro zur stellvertretenden Geschäftsleitung und ihrer schnippischen Assistentin.
"Wir wollen unser Geld zurück", war unsere eindeutige Forderung, schließlich haben wir gegen keine Vorschrift verstoßen, sind einfach nur den Stufen gefolgt und der freundlichen Einladung ins Restaurant – wie schon in der Eingangshalle plakatiert. Wir durften also ungehindert ins Restaurant, ungehindert konsumieren – und sollten dann NACH der Konsumation 3 Euro als Kinderbegleitpersonen nachzahlen?
Nachdem sich die - trotz der im Hintergrund schnaubenden Assistentin - stellvertretende Geschäftsleitung bereit erklärte, die jeweils 3 Euro zu retournieren, begann es, erst recht lustig zu werden:
Nach längerem Warten, dass man uns doch die 3 Euro p.P. bringe, wurden wir stutzig und sahen mal nach, was denn so geschehen sei ...
An der Hauptkassa wurde Versammlung abgehalten - auch der Chef des Tauchkurses war zur Stelle und tat sich als kompetentester Berater in solchen echt ur komplizierten Sachen hervor.
Abgeseh'n davon, dass die Kinderstube bei ihm total versagt haben muss, weil: ausreden lassen war nicht so sein Ding, wurde die Diskussion immer heftiger und wir standen schon bald Aug in Aug mit den Drohgebärden seines erhobenen Zeigefingers.
Argumente wie, die Treppe ins Restaurant wäre lediglich ein Fluchtweg, ein Personaleingang oder ein Hintereingang ließen wir nicht gelten – war ja in keiner Art und Weise so ausgeschildert. Wir hätten diese deuten können, wären welche da gewesen; wohlgemerkt.
Und weil ich auf die paar Euro beharre sei ich kleinlich (aber das Bad hat`s SO nötig ???) und stupide ... !!
Ok, jetzt reicht's, lieber Herr selbsternannter Oberboss vom Tauchkurs!
Es war für ihn offenbar ein unangenehmes Wortduell, das er natürlich nicht so einfach gewinnen konnte – und das zeigte sich auch in seiner Argumentation: denn mal gehörte dieses Restaurant zum Bad, mal nicht, dann wieder doch und dann wieder doch nicht, wie's ihm gerade passend schien!
Seine sämtlichen Beschuldigungen, die uns als Erschleicher eines finanziellen Vorteils darstellten, konnten wir im Nu widerlegen und seinen immer heftiger werdenden Drohgebärden zufolge entnahmen wir: Wo Intelligenz aufhört fängt wohl Gewalt an ...!
Die stellvertretende Geschäftsleitung wollte schon einlenken, war aber gar nicht so einfach, kam man doch nicht zu Wort beim Herrn "Ich bin hier der Boss" weil - wie gesagt - ausreden lassen war nicht so sein Ding...
Liebe Leute vom Dianabad: instruiert mal euer Personal, damit diesem klar ist, wer wo Zutritt hat und wer zu welchen Bedingungen bedient werden darf.
Was euer Versäumnis ist, sollte auch von euch getragen werden - auch, wenn ihr nachträgliche Schilder an die Tür hängt, was ihr nur anfänglich geleugnet habt (blöd, dass wir euch die Vorher-Nachher-Fotos zeigen konnten)!
Und weil wir ja lt. Tauchlehrer angeblich so stupide sind, waren wir uns auch nicht zu blöd, die Dianabad-Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass sie in das nachträglich angebrachte Hinweisschild einen Rechtschreibfehler mit-eingebaut haben.
Der Gedanke, dass der Gast König ist, gilt leider im Diana Bad nicht!
Eh wurscht, uns seht ihr hier sowieso nie wieder!
